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Kinder in gute Hände

 

 

1. Nationaler Aktionstag zum Beruf Tagesmutter am 7. Oktober 2011

Tagesmutter - (K)ein Beruf wie jeder andere?

Erster österreichweiter Aktionstag der Tagesmütter und –väter am 7. Oktober 2011

klärt über das Berufsbild auf.

Oberösterreich, am 7.10.2011: Lange Zeit galt die Tätigkeit als Tagesmutter als wenig anspruchsvoller Nebenverdienst von Hausfrauen, die selbst Kinder hatten und nebenbei noch ein paar Tageskinder bei sich aufnahmen. Doch seit Beginn dieser Form der Kinderbetreuung hat sich der Beruf der Tagesmutter einem professionellen Wandel unterzogen.

Ein einheitliches Ausbildungscurriculum, gewissenhafte Kontrollen der Rahmenbedingungen sowie kontinuierliche Supervision und Weiterbildung bieten die Voraussetzung für eine professionelle und dennoch sehr persönliche Betreuung von Kindern von 0 bis 15 Jahren. Um das Image dieser anspruchsvollen Tätigkeit aufzuwerten, veranstaltet der Bundesverband der Tagesmütter/väter heute einen österreichweiten Aktionstag.

An 49 verschiedenen Standorten bundesweit werden Tageskinder ihre Sicht der Dinge zur Schau stellen. Auf selbst gestalteten Plakaten erklären sie, warum Tageseltern einen Beruf wie jeder andere haben – und auch wieder nicht, denn neben pädagogischer Professionalität ist der persönliche Bezug zu jedem Kind in den Darstellungen spürbar. „Uns ist mit dieser groß angelegten Aktion auch die Symbolik wichtig. Tagesmütter und –väter sind keine Einzelkämpfer. Sie sind Teil eines bundesweiten Netzwerkes, das professionelle Standards in dieser Betreuungsform garantiert,“ erklärt Mag. Tina Neururer vom Bundesverband der Tagesmütter/väter.

Tagesmütter und –väter: Wichtiger Teil des pädagogischen Angebotes

Insgesamt 3160 Tagesmütter und –väter sind bundesweit tätig, 299 davon im Bundesland Oberösterreich. 13.735 österreichische Kinder werden in dieser Form betreut. In Oberösterreich sind es 1251.

Im Jahr 2010 wurden von den Tagesmüttern und -vätern in Österreich  die beeindruckende Zahl von etwa 13.655.000 Betreuungsstunden geleistet. Das sind durchschnittlich ca. 262.803 Wochenstunden. Der Beruf der Tagesmutter und des Tagesvaters ist also längst keine Randerscheinung mehr, sondern ein wichtiger Teil der österreichischen Betreuungslandschaft.

Der Zugang zum Beruf ist ein professioneller – nur wer die Standards, wie z.B. psychische Belastbarkeit, kindgerechtes Wohnumfeld, Freude an der Arbeit mit Kindern oder hohe soziale Kompetenz erfüllt, bekommt Zugang zur pädagogischen Ausbildung.

Die Vorteile: individuell, flexibel und familiär

Eltern die diese Form der außerhäuslichen Betreuung wählen, wissen um die Vorteile von Tagesmüttern und –vätern. Das Kind verbringt seine Zeit in einer kleinen Gruppe mit familiärer Struktur und vertrauten Tagesabläufen. Der Übergang von der Betreuung in der eigenen Familie in die Fremdbetreuung verläuft dadurch besonders schonend.

Von Vorteil ist auch, dass die Betreuungszeiten in einem hohen Maß flexibel vereinbart werden können und nicht von vornherein ein starres Zeitkorsett an Betreuungszeiten vorgegeben wird. So können z.B. auch berufliche Veränderungen der Eltern zeitlich abgefangen werden und das Kind kann in seiner vertrauten Umgebung bleiben, auch wenn sich Arbeitszeiten längerfristig ändern.

Auch die pädagogische Betreuung der Kinder ist flexibel und individuell, denn Tageseltern stehen nicht vor der Situation eine Großgruppe von Kindern simultan beschäftigen zu müssen. Durch die kleine Struktur können sie auf die Stärken und Schwächen ihrer Schützlinge individuell eingehen und sie so wirksam in ihrer Entwicklung unterstützen.

Hohe Standards und pädagogische Kompetenz sind Voraussetzung

Das Knowhow dazu kommt heute nicht mehr „aus dem Bauch“ und aus der alleinigen Erfahrung mit eigenen Kindern. Ein österreichweites Curriculum sorgt dafür, dass die pädagogischen Standards der Tagesmütter und –väter hoch sind und bleiben.

Neben Grundvoraussetzungen wie erster Hilfe und Unfallverhütung, Haushaltsmanagement und rechtlichen Grundlagen liegen die Ausbildungsschwerpunkte in Pädagogik, Entwicklungspsychologie und der Didaktik. So verstehen sich Tagesmütter und – väter heutzutage auch klar als Pädagogen, die einen wichtigen Faktor in Bildung und Entwicklung der ihnen anvertrauten Kinder spielen.

Gleichzeitig wissen sie, dass die persönliche Bindung der Kinder ein wichtiger Faktor in der kindlichen Förderung ist. Natürlich stellt die starke persönliche Komponente auch eine Herausforderung an die BetreuerInnen dar. Daher sind Supervisionen und Weiterbildungsmöglichkeiten ein wesentlicher Faktor in der Qualitätssicherung.

Neue Förderungen für Elternbeiträge ab 1. September 2011:

€ 70,30 bzw. € 91,94 per Monat für Kinder vom 30. Lebensmonat bis zum Schuleintritt, mit mindestens 13 Wochenstunden Betreuungszeit. Nähere Informationen erhalten Sie bei den oberösterreichischen Tagesmütter/ -vätervereinen.

  

 

 

 

         
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